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Mbongolwane („Eselchen“ in der Sprache der Zulu) liegt im südafrikanischen Hinterland und ist auf Landkarten nur schwer zu finden. Etwa 2000 Einwohner leben in Kraals (Rundhütten), die typisch für die Zulu-Kultur sind und über viele Hügel in der Umgebung verteilt liegen. Die Landschaft ist geprägt von Zuckerrohrfeldern und staubigen, sandigen Straßen. Hier hat der katholische Franziskanerinnenorden „Holy Childhood Sisters“ vor über 50 Jahren eine Missionsstation gegründet, für viele Einheimische eine wichtige Anlaufstelle.Von Eshowe aus dauert die Fahrt nach Mbongolwane etwa 50 Minuten. Auf der Missionsstation gibt es ein Krankenhaus, ein Nähcenter, eine Schule, einen Kindergarten (Creche) und ein Kinderheim, das neu renovierte St. Joseph’s Child and Youth Care Center. Hier arbeitet Julia für zwei bis drei Jahre als pädagogische Fachkraft, um die Mitarbeiter vor Ort bei ihrer Arbeit zu unterstützen sowie Schulungen und Hilfestellung im Alltag anzubieten. Die meisten Heimkinder in Mbongolwane kommen aus sehr schwierigen familiären Umfeldern und haben schwere Traumata erlebt. Viele sind AIDS-Waisen, teilweise sind die Kinder auch selbst HIV-positiv. Die Region KwaZulu-Natal hat die höchste HIV- und AIDS-Rate in Südafrika, laut Statistiken mehr als ein Drittel der Bevölkerung.